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    Diamanten, Gold, Bitcoin – Welche Investition lohnt sich?

    11. Juni 2021

    by Tara W.

    Diamanten, Gold und Silber – oder doch lieber Bitcoin?

    Bestimmte Wertanlagen scheint es schon seit Ewigkeiten zu geben und es kommt zu Überraschungen, wenn man sich anschaut, wie sich der Wert bestimmter Edelsteine und Metalle im Laufe der Zeit verändert hat. Vom Gold- und Silberpreis hört man regelmäßig in den Nachrichten, wobei vor allem der Goldpreis oft ein Indikator für wirtschaftliche Aktivitäten ist und im Zusammenhang mit Aktienwerten und Wechselkursen erwähnt wird.

    Bereits seit mehr als 20 Jahren, und dennoch eine recht junge Form der Geldanlage im Vergleich zu Edelmetallen, ist Bitcoin immer mehr im Gespräch und an manchen Tagen erscheint es, als sei der Bitcoinkurs bedeutsamer als der Wert von Währungen wie dem Euro oder dem Dollar. 

    Bitcoin, Gold, Silber, Diamanten – ein Preisvergleich

    Kryptowährungen, und vor allem Bitcoin, machen regelmäßig Schlagzeilen, die vor allem durch Preisvolatilität bestimmt sind. Der Kurs unterliegt mitunter starken Schwankungen, vor allem aber seit Herbst 2020 ist der Wert des Bitcoins enorm in die Höhe geschnellt und die Medien verzeichnen immer wieder Rekordwerte:

    Grafik zur Preisentwicklung des Bitcoin von 2016 bis 2021 von Finanzen.net

    Quelle: https://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs [abgerufen am 27.04.2021]

    Wachstumsraten von mehr als 10.000 % - noch zu Beginn des Jahrtausends wäre man als Finanzexperte für verrückt erklärt worden, wenn man derartige Thesen aufgestellt hätte.

    Betrachtet man im Vergleich dazu den Goldpreis in den vergangenen 5 Jahren, sind auch dort starke Schwankungen und ein genereller Aufwärtstrend zu erkennen. Jedoch belaufen diese Wachstumsraten sich auf weniger als 75 %.

    Grafik zur Entwicklung des Goldpreises von 2016 bis 2021 von Finanzen.net

    Quelle: https://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis [abgerufen am 27.04.2021]

    Betrachtet man ein anderes Edelmetall, Silber, im Vergleich zum Dollar, sieht es ähnlich aus wie beim Goldpreis:

    Grafik zur Entwicklung des Silberpreises von 2016 bis 2021 von Finanzen.net

    Quelle: https://www.finanzen.net/rohstoffe/silberpreis [abgerufen am 27.04.2021]

    Auch hier sind Volatilität und relativ hohe Wachstumsraten im vergangenen Jahr erkennbar.

    Edelsteine wie die allseits beliebten Diamanten lassen sich dagegen nur schwer vergleichen, denn verschiedene Faktoren beeinflussen den Preis von Einzelstücken: Gewicht, Reinheit, Farbe und Schliff. Zudem ist der Diamantenmarkt nicht in gleicher Weise reguliert wie der Goldmarkt und es gibt keinen allgemeingültigen Preisindex. Wir beziehen uns im Folgenden auf den Diamantenindex von IDEX. Hier wird erkennbar, dass die Volatilität beim Diamantenindex wesentlich geringer ausfällt als bei den bereits betrachteten Wertanlagen. Die prozentualen Wertveränderungen liegen bei unter 1%. Der Experte in der Finanzbildung und Gründer von Beyondsaving.de, Carlos Link-Arad, erklärt dazu:

    „Der Diamanten-Kurs hat sich in den vergangenen Jahrzehnten besonders dann bewährt, als es an den Finanzmärkten turbulent wurde. Ähnlich wie Gold agierte der Edelstein als eine Art Feuerversicherung für das eigene Portfolio.“

    Grafik zum Diamantenindex von 2016 bis 2021 von von idexonline.com

    Quelle: http://www.idexonline.com/diamond_prices_index [abgerufen am 27.04.2021]


    „In erster Linie steht bei einem Diamanten-Investment der Werterhalt im Fokus. Im Vergleich zu einem Goldinvestment ist vor allem die geringere Volatilität ein Vorteil für Anleger.“


    Historische Entwicklung

    Diamanten wurden bereits in der Antike als Talismane mit magischen Kräften und als Werkzeuge verwendet, als wertvoll werden Sie seit dem 18. Jahrhundert angesehen. Der erste Fund in Brasilien und damit auch der erste außerhalb Asiens sorgte damals für einen Diamantenrausch. 

    Was Diamanten interessant macht, ist deren Knappheit sowie die Tatsache, dass ein einzelner Diamant unvorstellbaren Wert haben kann. Ein Diamant, der in Botswana entdeckt wurde, ging zum Beispiel für 53 Millionen über den Tisch. Diamanten sind zudem ein Statussymbol, die britischen Kronjuwelen sind damit geschmückt, um nur ein Beispiel zu nennen. 

    Wo es bei Diamanten vor allem um einzelne Vorkommen geht, ist die historische Entwicklung anderer Erze wie Gold und Silber wesentlich besser dokumentiert und reicht in der Geschichte weiter zurück. 

    Gold galt bereits im Antiken Mesopotamien, mehr als 2000 Jahre v.Chr., als Symbol für Reichtum und Macht. Die Hoffnung auf wertvolle Bodenschätze war der Antrieb der Eroberung Amerikas durch die Europäer. Die Suche nach der Stadt aus Gold in Südamerika, El Dorado, übt noch heute eine starke Faszination aus und der Begriff „Gold“ wird oft auch auf andere Bodenschätze ausgeweitet und ist ein synonym für „wertvoll“ oder „begehrt“. Beim Öl zum Beispiel spricht man oft vom „schwarzen Gold“. Es ist wohl auch kein Zufall, dass die virtuelle Währung Bitcoin als Goldmünze dargestellt wird. 

    Vor diesem Hintergrund ist es fast schon ein unfairer Vergleich, den Goldpreis dem Bitcoinkurs gegenüberzustellen. Nach Angaben von Statista.de zufolge war die Feinunze Gold im Jahr 1900 durchschnittlich 18,96 USD wert. Im Jahr 2020 lag dieser Wert bei 1769,64 USD. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 9300% - das kommt den Wachstumsraten des Bitcoins recht nahe, der Zeitraum ist allerdings wesentlich länger. Man muss also beim Gold mehr Geduld zeigen als bei der Investition in die digitale Währung. 

    Grafik zur Entwicklung des Goldpreises von 1900 bis 2021 von Statista.de

    Eines ist allerdings bei der Wertbestimmung von Gold im Vergleich zum Bitcoin kaum messbar: Vertrauen. Der Wert des Goldes wird selten angezweifelt, Bitcoin aber hat noch immer viele Skeptiker, die darauf warten, dass die Spekulationsblase eines Tages platzt.

    Außer Kontrolle geraten?

    Ein großer Kritikpunkt, aber zugleich auch der Grund, warum es ins Leben gerufen wurde, ist, dass Bitcoin nicht durch den Staat oder die Banken reguliert ist. Der Goldpreis hingegen kann durch staatliche Eingriffe beeinflusst werden, wie die folgende Grafik zeigt:

    Grafik zur Entwicklung des Goldpreises von 1900 bis 2007 von gegen-altersarmut.de

    Hieran zeigt sich, dass wirtschaftspolitische Entscheidungen wie das Verbot von Goldbesitz in den USA nach dem Schwarzen Freitag 1929 sowie die Verkündung der FED zur Reflationierung Einfluss auf den Goldpreis hatten. Die Grafik suggeriert zudem, dass das Währungssystem von Bretton Woods den Goldpreis auf gleichbleibendem Niveau hielt. 
    Doch auch Bitcoin ist davor nicht gefeit. Es heißt, dass die politischen Unruhen und die Inflation in den USA im Januar 2021 zum Kursanstieg des Bitcoins beitrugen. Die digitale Währung wird unter Anlegern bereits als alternative Währung und Konkurrent zum Gold angesehen. Die starken Preisschwankungen aber und die Befürchtung einer Spekulationsblase, sowie auch der Energieaufwand, der beim Bitcoin-Schürfen benötigt wird, stellen dies in Frage. 
    Wer zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Altersvorsorge in Gold anlegte, konnte davon im Rentenalter profitieren. Ob Bitcoin als Altersvorsorge dienen kann, wird jedoch angezweifelt. Eines steht jedoch fest: der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen Monaten außer Kontrolle geraten und man kann nur darüber spekulieren, wohin dieser Trend sich fortsetzen wird.

    Strategische Geldanlage

    Wenn es um Investment- und Anlagemöglichkeiten geht, dann hat jede Form der Anlage Vor- und Nachteile, ganz gleich, ob es sich um Gold, Silber, Bitcoin oder Diamanten handelt.

    Rohstoff- oder Finanzhandel?

    Bei Gold und Silber ist es ganz eindeutig, es handelt sich um Rohstoffhandel. Diese Rohstoffe werden ähnlich wie Kaffee, Kakao und Rohöl aus der Erde gewonnen und an den Märkten gehandelt. Die Bestände sind begrenzt und die Gewinnung der Rohstoffe kann kompliziert sein. Der Wert, zu dem diese Rohstoffe gehandelt werden, der Kurs, kann stark schwanken und richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Was bei Rohstoffen, vor allem bei Gold und Silber, zudem beachtet werden muss, ist die Lagerung. Wenn man nicht in Goldzertifikate oder ETCs investiert, sondern tatsächlich in Gold- und Silbermünzen oder -barren, müssen diese sicher aufbewahrt werden. (Goldschmuck müssen wir an dieser Stelle leider ausnehmen, da es sich hierbei nicht um Reingold, sondern um Legierungen handelt, was Einfluss auf den Wert hat.)
    Anlagen in Gold sind immer spekulative Anlagen, da man auf eine Preisentwicklung spekuliert. 
    Ähnlich sieht es beim Bitcoin aus, auch hier ist die Menge, die geschürft werden kann, begrenzt und der Anleger spekuliert auf Preisschwankungen. Auch für Bitcoin können Zertifikate erworben werden, oder man kann direkt Münzen erwerben, die aber digital gelagert werden. Das Problem der Lagerung entfällt in diesem Fall. Worin liegt nun der Unterschied?
    Der Hauptunterschied zwischen Geldanlagen in Bitcoin und Gold liegt darin, wie der Preis bewertet wird. Der Handelspreis für Gold und Silber wird immer am US-Dollar notiert. Wenn demzufolge der Wert des Dollars fällt, dann auch der Goldwert. Es handelt sich dabei um den Preis für einen Rohstoff, der Bitcoinpreis hingegen ist ein Devisenkurs und kann gegen andere Währungen gehandelt werden.

    Diamanten als Geldanlage?

    In welche Gruppe fallen nun die Diamanten? Einerseits handelt es sich um einen Rohstoff, der aus der Erde kommt, aber die Umstände sind doch ein wenig anders als beim Gold, denn für Diamanten gibt es keinen allgemeingültigen Wert. Der tatsächliche Preis kann von einem Diamanten zum nächsten stark schwanken und hängt vom Gewicht, Schliff, Farbe und Reinheit ab. Zudem gibt es keinen geregelten Markt, wodurch es mitunter schwierig sein kann, Käufer zu finden. Schon beim Erwerb der Diamanten ist zudem einiges an Wissen nötig, um nicht auf Betrüger hereinzufallen. Hinzukommt, dass die Diamanten sicher gelagert und im besten Fall auch versichert werden müssen, wodurch auch wieder Kosten entstehen. Für Privatanleger sind Diamanten aus diesem Grund eher wenig attraktiv. 
    Carlos Link-Arad von Beyondsaving.de fügt hinzu:

    „Als Spekulationsobjekte für das schnelle Geld eignen sich Diamanten nicht. Vielmehr sind sie vergleichbar mit einem Picasso-Investment. Anlegern würde ich eine Portfolioquote von maximal 5 Prozent ans Herz legen, um das Klumpenrisiko nicht zu stark zu gewichten. Aber: Man sollte sich Fachwissen aneignen, um in den Markt einzusteigen – da jeder Edelstein individuell beurteilt werden muss. Aus dem Grund eignet sich ein Investment eher für fortgeschrittene Anleger.“
    Es handelt sich bei Diamanten um einen Sachwert und es ist mit einer Investition in Oldtimer, Antiquitäten oder Gemälde vergleichbar. Das Problem dabei ist, dass man sich darauf einstellen muss, eventuell keinen Käufer zu finden, wenn man verkaufen will. Diese Art der Wertanlage gilt als inflationssicher.
    Generell gilt für jede Art der Investition, dass man nur so viel Geld anlegen sollte, wie man auch verlieren könnte, ohne auf der Straße zu landen. Es handelt sich sowohl bei Gold und Silber als auch bei Diamanten und Bitcoin um eine Spekulation auf Preisänderungen und die können immer auch negativ ausfallen. Es gibt keine Garantie auf Gewinne, wobei die Volatilität des Bitcoins auf kurze Sicht lukrativ sein könnte, wohingegen Sachwertanlagen eher eine langfristige Investition sind. Hinzukommen insbesondere für Diamanten oder ähnliche Sachwerte das Risiko des Diebstahls sowie auch des Betrugs bereits beim Erwerb. 

    Anonymität und steuerliche Folgen

    Ein Aspekt, der vor allem im Zusammenhang mit Bitcoin immer wieder auftritt, ist Anonymität. Es gibt mit Bitcoin Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre zu schützen, völlig anonym ist es allerdings nicht. 
    Für Diamanten, Gold und Silber sind sogenannte Tafelgeschäfte möglich, bei denen der Kauf bis zu einem gewissen Wert anonym vorgenommen werden kann. Bei Gold liegt dieser Grenzwert bei 2000€, für Diamanten sogar bei 10.000€. Für letztere gibt es außer den Geldwäschegesetzen keine rechtlichen Bestimmungen. Allerdings sollte man sich den anonymen Kauf gut überlegen, denn man muss diese Anlagen in der Folge auch in den eigenen vier Wänden lagern und ohne Kaufbeleg kann man diese Werte auch kaum versichern. 
    Ebenso gibt es bei diesen Geldanlagen steuerlich einiges zu beachten. Der Erwerb von Anlagegold (Goldbarren und Goldmünzen) ist grundsätzlich steuerfrei, auf Altgold und historische Münzen allerdings muss Mehrwertsteuer gezahlt werden. Auch auf den Erwerb von Silber fallen generell Steuern an, wobei durch Differenzbesteuerung bei Importen aus dem Ausland der Steuerbetrag gesenkt werden kann, da nur die Gewinnmarge des Händlers und nicht der Gesamtpreis mit Mehrwertsteuer belegt wird.
    Der Kauf von Diamanten ist ebenfalls mit der üblichen Mehrwertsteuer belegt.
    Der Verkauf dieser Anlagen ist generell steuerfrei, wenn die Haltefrist mindestens ein Jahr beträgt. Wenn der Verkauf innerhalb eines Jahres erfolgt, dann fällt Einkommenssteuer an, wobei es einen Freibetrag von 600€ gibt. Die gleichen Regeln gelten auch für Gewinne aus Bitcoinverkäufen. 
    Letzen Endes ist es einem Jeden selbst überlassen, worin man investieren möchte. Alle Arten der Investition sind mit Risiken verbunden und nur qualifizierte Anlageberater sollten sich in diese Entscheidung einmischen, wenn überhaupt. Eines steht jedoch fest: Wenn man jemandem mit einer Investition in die Zukunft eine Freude machen möchte, eignet sich ein hübscher Diamant- oder Goldring wohl besser als eine digitale Währung. Immerhin lässt der sich auch schön verpacken.

    Quellen:
    @diamondsfactoryworld